Container Produktion: Prognosen versprechen nachhaltiges Wachstum

Bei Containern handelt es sich um qualitativ hochwertige Sachgüter, die eine hohe Belastung stand halten müssen. Besonders in der Schifffahrt wird auf Container gesetzt. Seecontainer sind zum Teil mehrere tausend Meilen auf hoher See durch Wind und Wetter unterwegs.

Sie als Anleger können mit einem Investment in Container Ihr Geld in diesem Wirtschaftsbereich mit attraktiven Renditen und verhältnismäßig geringem Risiko vermehren.

Containerverkehr wächst nachhaltig

Der Containerverkehr wird dabei für die nächsten Jahre positiv bewertet. Die Prognose reicht bis ins Jahr 2025 und zeigt ein Wachstum von derzeit 600 Millionen TEU auf circa 800 Millionen TEU beim Containerumschlag.

Die Prognosen stammen von zwei namhaften Instituten und zwar dem ISL (Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik) und der Drewery Shipping Consulting Limited.

Produktionsprozess eines neuen Containers

Wie entsteht allerdings solch ein hochwertiges Produkt. Lassen Sie uns die Schritte der Container Produktion bis zum fertigen Container einmal durchgehen.

1. Schnitt der Container Einzelteile

Die Einzelteile für einen Seecontainer werden von einer Stahlrolle herunter geschnitten. Die Teile werden dabei geglättet und nach exakten Maßen von einer Schneidemaschine abgetrennt. Die Herstellung der Container wird von einem Arbeiter überwacht, so dass es zu keinerlei Verzögerungen am Rollband kommt.

2. Fertigung und Form der Container-Teile

Nachdem die Stahlplatten gesäubert wurden folgt die Verformung zu “Wellen”. Im Fachjargon wird dieser Arbeitsschritt “Sicken” genannt. Dieser Schritt ist wichtig, um die Stabilität und Festigkeit der Einzelstücke zu erzeugen.

3. Verbinden der Einzelteile

Alle Teile werden für den Container separat produziert, in diesem Schritt allerdings dann zusammengesetzt. Mit Schweißgeräten werden der Boden, Seiten und die Dachplatte zu einem Container miteinander verbunden.

4. Zusätzliche Stabilisation mit Querstreben

Vor allem am Boden werden zahlreiche Streben befestigt. Der Boden muss schließlich später einiges an Gewicht tragen können. Darüber hinaus gibt es an den Seitenwänden Vierkantrohre, die sowohl zur Stabilität dienen, aber auch das spätere Stapeln unterstützen.

5. Produktion der Türen

Die Türen bestehen aus einem Rahmen und den gewellten Stahlplatten. In einem späteren Schritt werden an die Türen auch der Hebelmechanismuss angebracht, mit dem die Türen des Containers leicht zu öffnen sind, dieser jedoch absolut dicht abgeschlossen werden kann. Sind die Türen samt Rahmen angeschweißt folgt eine intensive Kontrolle.

Der Container muss absolut dicht sein, bevor es zum nächsten Schritt geht. Werden noch offene Stellen gefunden, so werden diese zugeschweißt.

6. Schutz gegen Rost und Korrosion

Damit der Container der starken See standhält und unanfällig gegen die Naturgewalten ist, wird dieser mit einer Grundierung gegen Rost und Korrosion eingelassen. In Folge daran wird der Container auch mit einer speziellen Farbe eingesprüht.Fast alle Container werden in China produziert. Seit 01.04.2017 gelten dort neue Umweltgesetze. Nunmehr dürfen nur noch wasserbasierte Lacke verwendet werden.

7. Einlegen und verschrauben der Bodenplatten

Im Inneren des Containers ist dieser mit Bodenplatten aus Holz ausgelegt. Das bietet im Inneren eine gleichmäßige Auflagefläche. Die Bodenplatten werden in diesem Schritt außerdem mit dem Stahlcontainer verbunden, um die Stabilität zu fördern.

8. Verschließen und Überprüfen

Beim Verschließen des Containers sorgen Gummi-Dichtungen dafür, dass kein Wasser und keine Feuchtigkeit ins Innere des Containers gelangt. Nach einer Kontrollrunde durch die Mitarbeiter wird der Container von außen mit silikon-ähnlicher Dichtmasse abgedichtet.

9. Container Nummer hinzufügen

Zur Wiedererkennung von außen wird groß und deutlich die jeweilige Container-Nummer auf die Seitenwände und die Türe des Containers gesprüht. Je nach Container Hersteller wird die Container-Nummer auch aufgeklebt.

10. Finaler Test

Beim abschließenden Test wird der Container in der Produktion nochmals auf die Dichtheit und Wasserbeständigkeit kontrolliert. Zunächst wird der Container in einer Art Waschhalle komplett nass gespritzt. Anschließend wird von innen durch einen Mitarbeiter kontrolliert, dass auch alles trocken geblieben ist.

Nach diesem Kontrollgang darf der Container das Werk verlassen und ist bereit für seinen ersten Transport.

Fakten zum Container und zum Containermarkt

Die Produktionszeit für einen Container beträgt in etwa 3 Monate. Die Bestellung und Produktion sind demnach im Vergleich zu anderen Prozessen in der Schifffahrtsindustrie recht kurz und flexibel.

Die Lebensdauer wird auf 10-15 Jahre angegeben, wobei sich dieser Wert nach dem aktuellen Zustand des Containers richtet.

Der Preis für einen standardmäßigen 40 Fuß Container, wie er für den Seehandel in der Regel verwendet wird ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Zum einen spielt die Nachfrage der Unternehmen, wie Reedereien / Container-Leasing-Gesellschaften eine Rolle, zum anderen hat Stahl als das Material einen deutlichen Einfluss auf die Herstellkosten für Container.  

In den letzten Jahren kam es vor, dass der Containerumschlag aufgrund des gedämpften Weltwirtschaftswachstums niedriger war als erwartet. In solch einem Fall reguliert sich der Markt schnell von alleine. Die Container Produktion kann flexibel angepasst werden und die Hersteller drosseln ihre Produktion. In China haben Gewerkschaften noch keine Macht. Deshalb können Container-Produktionen äußerst kurzfristig gedrosselt werden bis hin sogar vorübergehend geschlossen werden, wie es in 2009 für 9 Monate geschehen war.

Teilhabe am Wirtschaftszweig durch Direktinvestments in Container

Als eine Alternative zur Geldanlage in Fonds bietet es sich an Direktinvestments in Betracht zu ziehen. Hierbei ist zwischen den einzelnen Container-Anbietern wie BUSS, CH2, P&R und Solvium zu entscheiden. Bei Fragen beraten wir Sie gerne individuell zu Ihren Möglichkeiten.

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