Bereit für die Giganten der Meere – die Eröffnung des erweiterten Panamakanals

Nach der internationalen Aufregung um die Panama Papers kommen jetzt gute Nachrichten aus Panama. Am 26. Juni 2016 wurde nach 9 Jahren Bauzeit endlich der erweiterte Panamakanal eröffnet. Nun kommen Avocados aus Peru, Crevetten aus Ecuador, Papier aus Chile und Wein aus Kalifornien schneller in den Häfen von Hamburg, Antwerpen oder Rotterdam an.

Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, denn er verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. In dem kleinen, mittelamerikanischen Land beginnt er nahe der Stadt Colón im Norden und endet bei Panama-Stadt im Süden.

Die Erweiterung war dringend nötig. Der Kanal war für die immer größeren Containerschiffe einfach zu klein geworden. Die alten Schleusen aus dem Jahr 1916 sind so groß, dass nur Frachter bis zu 4000 Standardcontainern durch sie passen. Heute dominieren aber Schiffe bis zu 14.000 Standardcontainern die Weltmeere. Die Folge waren Wartezeiten von bis zu 7 Tagen an den Schleusen.

Was schon groß war, ist jetzt riesig: während 9 Jahren Bauzeit räumten 40.000 Arbeiter 150 Millionen Kubikmeter Erde und Geröll ab. Es wurden zwölf Millionen Tonnen Zement und 192.000 Tonnen Stahl verbaut. Die engste Stelle des Kanals wurde verbreitert und vertieft. Auf Atlantik- und Pazifikseite wurden neue Einfahrten geschaffen und zwei neue Schleusen gebaut. Diese sind 420 Meter lang, 55 Meter breit und 18 Meter tief. Die Schleusentore sind 33 Meter hoch und 10 Meter dick und überwinden den Höhenunterschied von 26 Metern zwischen beiden Weltmeeren. Die Kosten der Erweiterung betrugen 5,25 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Euro).

Bislang konnten nur Schiffe der Panamax-Klasse den Kanal befahren. Diese haben eine Ladekapazität bis 4000 Standardcontainern. Jetzt können die Giganten der Meere, die Containerschiffe der Postpanamax-Klasse, den erweiterten Panamakanal passieren. Sie haben eine Ladekapazität bis zu 14.000 Standardcontainern. Selbst Tanker für Flüssiggas können nun Zeit sparen, indem sie durch den Panamakanal fahren. Dafür brauchen sie nur 12 Stunden. Die Fahrt um Kap Hoorn ist 15.000 Kilometer länger und dauert drei Wochen.

Selbst die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 beeinträchtigten den Verkehr auf dem Panamakanal nicht, denn er verkürzt nun einmal die Seewege drastisch. Ein krisensicherer Vorteil in einer Zeit des immer stärker werdenden, globalen Handels.

Die Aussichten für den Containertransport durch den Panamakanal sind vielversprechend: bislang wurden jährlich 300 Millionen Tonnen durch Panama geschifft. Künftig sollen es sage und schreibe 600 Millionen Tonnen sein.

Und wer weiß: vielleicht gehört auch bald Ihnen einer der Container, die auf einem der Giganten der Meere über den Panamakanal zwischen Atlantik und Pazifik tuckern?

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