Wie Myanmar mit einem Seehafen den Welthandel aufmischen will

Myanmar: das Land, das in den Medien vor allem für seine bis 2011 regierende und das Volk unterdrückende Militärjunta sowie für Aung San Suu Kyi bekannt ist, gilt als Armenhaus Südostasiens.

Nun will der Staat einen riesigen Tiefseehafen bauen, damit tausende von Arbeitsplätzen schaffen und die Wirtschaft ankurbeln.

Das vermutlich derzeit ehrgeizigste Industrieprojekt Südostasiens würde bedeuten, dass Myanmar bald einen der grössten Häfen der Welt hätte.

Allerdings würde das Projekt um die 50 Milliarden Dollar kosten – es ist also definitiv kein geringes Unterfangen. Was hingegen besonders lockt wäre die Kapazität, pro Jahr 250 Millionen Tonnen Güter umzuschlagen. Zudem würde auf dem Terrain auch ein Industrieareal mit Ölraffinerie, Stahlwerk, Kraftwerk, Papierwerk und einer grossen Zahl weiterer Fabriken entstehen. Besonders interessant für die Wirtschaft sind der Plan, die Zone an Bangkok (Thailand) und China anzubinden. Der Bau des Hafens würde also mit einem allgemeinen Ausbau der örtlichen Infrastruktur einher gehen!

Wie an vielen andern Orten Asiens würde das Projekt jedoch die Umsiedlung von tausenden von Menschen bedeuten. Leider sind der Prozess an und für sich sowie die Kompensation der Familien unzureichend. Versprochen wird den Leuten oftmals lediglich der Gegenwert einer Jahresernte. Angesichts dessen, dass ein Grossteil der Einwohner unter der Armutsgrenze sowie von der Landwirtschaft leben, ist diese Lösung nicht unzureichend. Für die Wirtschaft ist jedoch klar, dass die Lage zwischen Indien und China strategisch äusserst attraktiv ist. Bisher müssen Containerschiffe nämlich bis nach Singapur oder gar ins Chinesische Meer fahren. Der Tiefseehafen in Myanmars Dawei würde den Schiffstransport also erheblich erleichtern. Und durch die Anbindungen nach China und Thailand wäre auch der Weitertransport gewährleistet.

Ein interessantes Projekt also, das es im Auge zu behalten gilt und das den Schiffstransport massiv beeinflussen würde. Man darf auch für Myanmar als Land hoffen, dass dieses Vorhaben bald realisiert werden kann – hätte das bitterarme Land doch die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung bitter nötig.

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